Ausstellungsrückblick
Seit unserer Gründung begleiten und fördern wir zeitgenössische Kunst in ihren vielfältigen Ausdrucksformen. Das Ausstellungsarchiv dokumentiert die von uns unterstützten und realisierten Projekte – von Einzelausstellungen über thematische Gruppenschauen bis hin zu interdisziplinären Formaten.
Es versteht sich als lebendiges Gedächtnis unseres Engagements und bietet einen Überblick über die künstlerischen Positionen, Diskurse und Entwicklungen, die wir gemeinsam mit Künstlerinnen, Kuratorinnen und Partnerinstitutionen auf den Weg gebracht haben.
Diese aktuelle Webseite, haben wir im Februar 2026 freigegeben. Vielen wichtige Informationen, insbesondere das vollständige Ausstellungsarchiv, finden Sie auf unserer alten Webseite, die wir hier als Archiv abgelegt haben: webarchiv.freunde-aktueller-kunst.de
In der folgenden Auflistung finden Sie alle Ausstellungen und erste Eckdaten. Die übrigen Informationen folgen.
2025
Fokus Foto. 22 Leipziger Blickwinkel
17.06.2025
- 22.08.2025
Künstlerinnen und Künstler:
- Adrian Sauer
- Anett Stuth
- Anna Vovan
- Arthur Zalewski
- Björn Siebert
- Carina Linge
- Caroline Hake
- Cihan Çakmak
- Edgar Leciejewski
- Joachim Brohm
- Kerstin Flake
- Laura Bielau
- Margret Hoppe
- Matthias Hoch
- Nadin Maria Rüfenacht
- Oskar Schmidt
- Ramona Schacht
- Ricarda Roggan
- Sebastian Stumpf
- Silke Koch
- Uwe Walter
- Valentina Seidel
Fokus Foto nutzt Leipzig als geografische Schnittstelle und Bezugspunkt, um 22 fotografische Positionen, in einem facettenreichen Spektrum gegenwärtiger Fotografie zusammenzuführen. Die Auswahl der teilnehmenden Künstler:innen erfolgte mit dem Anspruch, Vertreter:innen unterschiedlicher Generationen, stilistischer Richtungen und methodischer Ansätze, in einen produktiven Dialog zu versetzen.
Das Spektrum der Arbeiten mit einem oft konzeptionellen Ansatz reicht von klassischer Porträt-, Landschafts- und Dokumentar-fotografie bis zu kameralosen Verfahren der Bilderzeugung – sowohl analog in der Dunkelkammer als auch computergestützt und digital.
Jede Arbeit fungiert als referenzieller Einstieg in das Werk der jeweiligen Künstler und gewährt Einblicke in persönliche Perspektiven, ästhetische Entscheidungen und gesellschaftliche Bezüge. Die Anordnung im Raum löst die Arbeiten aus ihrem ursprünglichen Kontext und erzeugt neue inhaltliche, ästhetische und thematische Beziehungen. So entstehen überraschende Verbindungen, Querbezüge und Sichtachsen zwischen den Arbeiten.
Das Publikum ist eingeladen, sich mit unterschiedlichen fotografischen Bildsprachen und künstlerischen Strategien vertraut zu machen, kreative Prozesse nachzuvollziehen und eigene Fragestellungen an das Gezeigte zu entwickeln. Nicht zuletzt eröffnet die Ausstellung auch die Möglichkeit, das Fotografische selbst als kulturelle, mediale und diskursive Praxis neu zu verorten.
So versteht sich Fokus Foto – 22 Leipziger Blickwinkel als Raum der Begegnung, des Sehens und Verstehens – ein Ort, an dem Fotografie zum Impuls für Reflexion und Austausch wird.
Kuratoren: Danny Otto und Klaus Fischer
Karin Kneffel 28.01.2025 - 23.05.2025
2024
Demokratie. Wählen! Nicht schießen! 11.06.2024 - 01.11.2024
Kunstraum Ortloff TRIP 19.03.2024 - 10.05.2024
2023
City 08.12.2023 - 23.02.2024
Zwickau und Co. 20.10.2023 - 17.11.2023
Im Freien 04.07.2023 - 29.09.2023
25 Jahre aktuelle Kunst 20.04.2023 - 01.06.2023
Immer die Zeit 17.04.2023 - 16.06.2023
Ursula Walter kommt. Künstler*innen der Galerie 17.01.2023 - 19.03.2023
2021
Fast noch Zeit. 12.10.2021 - 26.11.2021
Yellowcake 20.09.2021 - 16.12.2021
Eine Verirrung. Neue Bilder 29.07.2021 - 02.09.2021
Pipilotti Rist 13.07.2021 - 17.09.2021
Zwickauer Fried Chicken 05.04.2021 - 24.06.2021
2020
TASSO 03.10.2020 - 18.10.2020
Das Ganze vom Teil. 39 Positionen Gegenwartskunst - Finale Ausstellung 22.09.2020 - 18.10.2020
PLASTIKFLUTEN Mehr als ein Problem. 21.07.2020 - 28.08.2020
Graphik 17.03.2020 - 17.04.2020
SPEICHER VOLL. 17.03.2020 - 17.04.2020
Tony Franz. Zeichnungen | Stefan Hurtig. Installation | Klaus Walter. Zeichnungen 31.01.2020 - 17.04.2020
2019
Theaterfundus Plauen-Zwickau Kunst. Kultur. Kostüme. 26.11.2019 - 20.12.2019
Objekte & Malerei 22.10.2019 - 15.11.2019
Das mir gleicht 22.10.2019 - 15.11.2019
Kultur. Zitate. 22.06.2019 - 16.10.2019
Prozessuales Ausstellen. 22.06.2019 - 18.10.2020
Wir (alle) sind das Volk 06.04.2019 - 31.07.2019
2018
Nach dem Bild ist vor dem Bild. Teil 2 18.09.2018 - 09.11.2018
Nach dem Bild ist vor dem Bild. Teil 3 18.09.2018 - 09.11.2018
Ungebaute Bauten
24.06.2018
- 10.08.2018
Künstlerinnen und Künstler:
Zum Tag der Architektur am 23./24. Juni zeigen wir zusammen mit der Kammergruppe Zwickau der Architektenkammer Sachsen Projekte Zwickauer Architekten, die nicht realisiert wurden. Gezeigt werden auch die sieben Preisträger-Arbeiten des Europan Wettbewerbs. Darüber hinaus stellt die Zwickauer Architektengruppe Zwickau 2050 ihre Ideen vor, die sich mit Entwicklungsvarianten vor allem zur östlichen Innenstadt beschäftigen.
Diese Ausstellung ist unser Beitrag zur 900-Jahr-Feier der Stadt Zwickau.
In einer weiteren für die Arbeit des Kunstvereins typischen Ausstellung stellen wir eine Verbindung von Kunst, Baukultur und Architektur her. Wir haben verschiedene Architekten aus Zwickau gebeten, uns ihre nicht gebauten Bauten, vielleicht auch ihre Visionen vorzustellen. Aus ihrer Sicht sollen besonders geglückte oder umstrittene Entwürfe die eigenen gestalterischen Phantasieräume offenlegen, dokumentieren und zur Diskussion stellen. Die Architekten der Zwickauer Kammergruppe, mit der zusammen unser Kunstverein die Ausstellung erarbeitet und realisiert, haben seit 1990 eine große Zahl an Projekten in Zwickau geplant und entworfen, die nie gebaut bzw. realisiert wurden – die Bandbreite ist groß, sie reicht vom kleinen Einfamilienhaus bis zu ungebauten städtebaulichen Großprojekten. Die Ausstellung möchte die teilweise spektakulären Entwürfe, die in Schubladen liegen oder auf Festplatten weggespeichert wurden, hervorholen und der Öffentlichkeit präsentieren. Die Ausstellungsinszenierung möchte punktuell das nicht gebaute Zwickau vorstellen, vielleicht auch zeigen, was eventuell versäumt wurde und wie Zwickaus Stadtbild sich charismatisch hätte entwickeln können mit Bauvorhaben besonderer schöpferischer Weitsichtigkeit und auch Eleganz.
Insofern hat diese Architekturausstellung nicht nur für Zwickau selbst ein visionäres Potential, das in den Ausstellungsstücken (Pläne, Photos, Videos, Computersimulationen, Modelle, Texte etc.) nachvollzogen werden. Die Architekten fragen insgesamt auch nach der architektonischen Modalität des "Was wäre, wenn". Dies sind nicht nur unmittelbar ästhetische Fragestellungen, sondern ebenso Kommentare zur Macht des Faktischen, die an einigen Stellen eben vielleicht gelungenere Bauten verhindert hat. Mit anderen Worten, "da und dort" musste und sollte vielleicht schöneres und sinnvolleres, womöglich auch experimentelleres und provokanteres Bauen limitiert werden. Sowohl für die ausstellenden Architekten ist es nach längerer Zeit eine Gelegenheit über die ungebauten Projekte zu diskutieren und sich an ihre nicht umgesetzten Interventionen zu erinnern. Auch für den Besucher dürfte es interessant sein, das eine oder andere "theoretischen Bauprojekt" zu begutachten bzw. kennenzulernen. Wichtig ist uns auch diese Ausstellung mit einer intensiven Vermittlungsarbeit zu begleiten. So werden die beteiligten Architekten ihre Arbeiten in einigen Gesprächsrunden und Vorträgen vorstellen.
Nach dem Bild ist vor dem Bild. Teil 1
20.03.2018
- 18.09.2018
Künstlerinnen und Künstler:
Am 19. März 2018 hat der Kunstverein Freunde Aktueller Kunst eine 20-jährige Wegstrecke hinter sich gebracht, die in mehrfacher Hinsicht vielfältig und auch erfolgreich war und ist. Zum Jubiläum wird/wurde am 18. März die erste von drei Ausstellungsrunden unseres großen Malerinnenprojekts in den neuen Räumen eröffnet.
Seit Gründung des Kunstvereins sind zwanzig Jahre vergangen, in denen wir unser Programm entwickeln und immer weiter profilieren konnten. Die Freunde Aktueller Kunst/FAK avancierten zu einem der größten Kunstvereine in den neuen Ländern, der versucht etablierte zeitgenössische Künstler zu zeigen und junge Positionen zu fördern. Nur scheinbar befinden wir uns in Zwickau in einem Randbezirk des Kunst- und Kulturgeschehens dieser Tage. Vielmehr erklären wir mit gutem Recht die Peripherie zum Zentrum, in dem vitale Projekte eine nachhaltige Aufgeschlossenheit für Gegenwartskunst befördert haben. Dort, wo man gut und kreativ arbeiten kann, lässt sich die Welt herbeirufen - Zwickau Calling.
Pünktlich zu ihrem Jubiläum haben die Freunde Aktueller Kunst ein dreiteiliges Ausstellungsvorhaben entwickelt, zu dem 75 Malerinnen aus Leipzig eingeladen wurden. Alle Künstlerinnen, die im letzten Jahrzehnt bis hinein in diese Tage die Entwicklung der Malerei in Leipzig mittragen und sie maßgeblich mitgestaltet haben, sind mit Arbeiten vertreten. Unsere Ausstellungen fokussieren sich auf eine jüngere und mittlere Generation. Außerdem möchten wir Künstlerinnen zeigen, die bei weitem nicht nur in Leipzig präsent sind oder waren, sondern ebenso in anderen, auch internationalen Kontexten ausstellen. Der Schwerpunkt liegt auf figurativer Malerei, relativ wenige Künstlerinnen arbeiten abstrakt bzw. abstrahierend. Ein nicht wirklich überraschender Umstand, bedenkt man die prägende Kraft der HGB (Hochschule für Grafik und Buchkunst) und erkennt das genuine Kunstklima Leipzigs, das man etwa in dem bekannten Kunst-Hotspot Spinnerei wiederfindet. Eine in dieser Form bislang einmalige Zusammenschau der malerischen Positionen kann also eine der kreativsten Kunstszenen Deutschlands – Leipzig – präsentieren und ausleuchten.
Nach dem Bild ist vor dem Bild. 75 Malerinnen aus Leipzig.
Schon seit Beginn der Ausstellungstätigkeit haben wir uns mir Malerei in ihren verschiedensten Subgenres und Spezifikationen beschäftigt. Insofern steht diese immer aktuelle, sich stets neu erfindende Kunstform auch auf dem Plan für 2018. Nicht nur Rosa Loys erste Einzelausstellung konnten wir ausrichten (1999), sondern bereits 2000 mit der großen Gruppenausstellung "Bildwechsel" (32 MalerInnen) ein Zeichen setzen für das breite Spektrum der thüringischen und vor allem sächsischen Malerei, die schon damals (vor der Neuen Leipziger Schule) über außerordentlich starke künstlerische Positionen verfügte. "Nach dem Bild ist vor dem Bild" dürfte nicht nur ein für Zwickau interessantes und Maßstäbe setzendes Projekt sein. Trotz oder gerade wegen des scheinbaren Anthologiecharakters ist es stimmig und in dieser Form bislang einmalig. Es geht darum, in Zwickau eine der kreativsten und bekanntesten Kunstszenen Deutschlands zu präsentieren – Leipzig. Nicht nur daß von hier die "Neue Leipziger Schule" ihren weltweiten "Siegeszug" antrat, hier wurde auch sichtbar, wie männerorientiert und -dominiert der Kunstbetrieb ist. Daß in der Folge die hochkarätige Kunst vieler Malerinnen völlig zu Unrecht weniger Aufmerksamkeit erregte und Anerkennung erhielt, ist dieser einseitigen Fixierung auf eine von Männern gemachten, vermittelten und ver- und gekauften Kunst geschuldet. Das Medium der Malerei wird formal und inhaltlich in unseren Ausstellungen nicht beschränkt, jedoch möchten wir Stellung beziehen und verdeutlichen, daß es gerade in Leipzig eine höchst lebendige, vielfältige und qualitativ hochwertige Malereiszene gibt, die von Frauen bestimmt wird. Alle Künstlerinnen, die in diesem Jahrzehnt (und weiter zurück) bis hinein in diese Tage die Entwicklung der Malerei in Leipzig mittragen und sie maßgeblich mitgestaltet haben, sind mit Arbeiten vertreten. Entstanden ist ein Ausstellungsprojekt, das sich in seiner Gesamtheit zur vielleicht größten Präsentation malerischer Positionen seit langer Zeit zusammenfügt. Wir haben während der Recherche zu diesem Projekt viele spannende Begegnungen mit Künstlerinnen erlebt und erkennen können, daß seit Beginn dieses Jahrhunderts bis heute Verständnis und Praxis innerhalb der Malerei breit gefächert sind, jedoch auch zahlenmäßig unter dem Qualitätsaspekt nicht nach oben offen sind. Die nur scheinbar hohe Zahl von 75 Malerinnen signalisiert in etwa das Spektrum relevanter künstlerischer Arbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf figurativer Malerei, relativ wenige Künstlerinnen arbeiten abstrakt bzw. abstrahierend. Ein nicht wirklich überraschender Umstand, bedenkt man die prägende Kraft der HGB (Hochschule für Grafik und Buchkunst) und ein genuines Kunstklima Leipzigs, das man etwa im bekannten Kunst-Hotspot Spinnerei wiederfindet. Die Ausstellung soll herausfinden, auch in mehreren Gesprächsrunden, ob es spezifisch weibliche Herangehensweisen an das Medium der Malerei gibt. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf einer jüngeren und mittleren Generation. Außerdem möchten wir Künstlerinnen zeigen, die nicht nur in Leipzig präsent sind, sondern auch in anderen Kontexten ausstellen und international wahrgenommen werden. Gleichwohl ist es wichtig, dass in Leipzig erkennbare Spektrum der Malerei repräsentativ zu strukturieren und zu inszenieren. Eine Beschränkung wird es geben, die das Format der Arbeiten betrifft, da wir nur über begrenzte räumliche Ressourcen verfügen werden.
Begleitet werden soll die Ausstellung mit einer Reihe von Vermittlungsangeboten und -plattformen. Hierzu zählen Gesprächsrunden, an denen u.a. die Künstlerinnen, Kuratoren, Galeristen und Kunsthistoriker teilnehmen werden. Geplant sind Atelierbesuche von Zwickauer Kunstinteressierten in Leipzig, also Begegnungen mit den Künstlerinnen vor Ort.
Eine Webseite (www.nachdembild-ist-vordembild.de) wird alle 75 Künstlerinnen detailliert vorstellen. Diese virtuelle Präsentation soll auch über das Ausstellungsende hinaus weitergeführt und stets aktualisiert werden. So entsteht nach und nach ein Nachschlagewerk, das für lange Zeit Auskunft geben kann über die Malerei in Leipzig zu Beginn dieses Jahrhunderts. Die Webseite ist in Bearbeitung.
2017
Alpenglühen. Arbeiten auf Papier
28.02.2017
- 14.04.2017
Künstlerinnen und Künstler:
Berge ragen in den Himmel. Sie bestimmen, was im Schatten ist und was von der Sonne angestrahlt wird. Schlagschatten, an den Bergrücken geschmiegte Häuser, die nur als kleine Lichtpunkte zu identifizieren sind. Steil abfallende Schluchten, Licht, das durch Balken dringt und die architektonische Struktur der Holzscheune erahnen lässt, mächtige Gebirgsketten, die durch ihre unterschiedliche Dunkel-Blau-Schattierung etwas über ihre Stellung zur untergehenden Sonne verraten. Der Wunsch des Menschen, sich als ein übermächtiges Subjekt zu begreifen, wird durch die Wuchtigkeit seiner Umgebung relativiert. Ähnlich wie bei Proust und seinem Eclair werden Emotionen und Erinnerungen durch die bildlichen Verdichtungen geweckt. Wolfram Ebersbachs Bilder werden zu Zeichen, die aus der Wirklichkeit entwickelt sind. Sie werde zu Trägern von Innerlichkeit und Universalität, mit denen sich der Betrachter im Moment der Kontemplation augenblicklich infiziert.
Wolfram Ebersbach (geb. 1943 in Zwickau), hauptsächlich bekannt für die Darstellung Leipziger Stadträume, zeigt uns in der Ausstellung "Alpenglühen" Berglandschaften. Gemeinsam ist allen Arbeiten sein Interesse an Licht- und Raumorganisation. Eine Serie ist 2008 bei einer Reise auf die Lofoten entstanden, die zweite 2016 in den Schweizer Alpen. Während die Schweizer Alpen, rund um das Örtchen Bellwald, auf das Format 48 x 62 cm gebannt wurden, haben die Lofoten mit 65 x 100 cm bzw. 65 x 150 cm ein bisschen mehr Spielraum. Bei allen Arbeiten handelt es sich um Malerei mit Pigmenten und Kasein auf Papier, was ihre erdige Zeichenhaftigkeit noch unterstreicht.
1943 geboren in Zwickau 1966 – 1971 Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Wolfgang Mattheuer 1992 – 2008 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig lebt und arbeitet in Leipzig und Wurzentung hier klicken.
2016
Verlobung
13.12.2016
- 17.02.2017
Künstlerinnen und Künstler:
Mit zwei prominenten Positionen junger zeitgenössischer Malerei setzt der Kunstverein Freunde Aktueller Kunst in Zwickau seine diesjährige Ausstellungsreihe "Out of Leipzig" fort. Sowohl Henriette Grahnert (1977 in Dresden) als auch Jochen Plogsties (*1974 in Cochem) spielen in der mit Leipzig verbundenen neuen Kultur des Malens eine ganz unverwechselbare Rolle. Schon lange hat sich das Etikett der "Neuen Leipziger Schule" überlebt zugunsten einer wieder die eigenständige künstlerische Arbeit herausstellenden Sichtweise auf die Protagonisten aus Leipzig. Daß dort nach wie vor ein melting pot der aktuellen deutschen, national bedeutsamen Malerei austrahlt in das internationale Kunstgeschehen, ist natürlich unbestritten. Grahnert und Plogsties haben in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und bewiesen, daß sie zurecht in die Phalanx der bedeutenden und impulsgebenden jungen Maler gehören. Erstmals stellen die beiden Künstler in der Ausstellung "Verlobung" zusammen aus, längst überfällig, weil ihre Arbeiten bei allen Unterschieden über interessante und weitreichende Gemeinsamkeiten verfügen. Beide spielen auf eine subversive, höchst anspielungsreiche Art mit Vorlagen aus der Kunstgeschichte und entwickeln dabei ein hochpräzise, erfindungsreiche Malkultur. Sowohl Grahnert als auch Plogsties reflektieren in und mit ihrer Malerei ihre eigene Position als Künstler, ihr Handwerk und das künstlerische Medium der Malerei. Henriette Grahnert wird Arbeiten zeigen, die sich durchaus mit kunsthistorischen Bezügen auseinandersetzen. Diesen Arbeiten stellt Plogsties neue, für Zwickauer Ausstellung entstandene Bilder zur Seite, die sich ebenfalls mit Positionen der Kunstgeschichte beschäftigen.
Aufmerksam machen möchten wir auch auf das Künstlergespräch am 19.1. 2017.
In unserem FAKFoyer zeigen wir dieses Mal Frühe Graphik des international bekannten Düsseldorfer Malers Norbert Prangenberg (1949 – 2012). Er gehörte mit seinen abstrakt-geometrischen Bilderfindungen zu den maßgeblichen Künstlern der (westdeutschen) abstrakten Kunst seit Mitte der 70er Jahre. Norbert Prangenberg starb vor 4 Jahren. Die Ausstellung zeigt in einer der allerersten Ausstellungen in den neuen Ländern einen selten Einblick in sein frühes Schaffen.
Die Ausstellung wird u.a. gefördert vom Kulturraum Vogtland-Zwickau und der Stadt Zwickau.
Rot, Gelb, Blau, Grün.
11.10.2016
- 18.11.2016
Künstlerinnen und Künstler:
„Rot, Gelb, Blau, Grün“
Rot, Gelb und Blau sind die Grundfarben, die in der Architektur von Le Corbusier als baubildende Elemente auftauchen. Ebenso stehen Rot, Gelb und Blau als Parameter für die Farbfotografie und den Bilderdruck. Grün ergibt sich beim Mischen der Farben Gelb und Blau. Man assoziiert damit ganz klassisch Landschaft und Natur. Margret Hoppe (1981 in Greiz) zeigt in ihrer Serie "Aprés une Architecture" Le Corbusiers Bauten der klassischen Moderne in Indien und Frankreich. Inga Kerber (1982 in Berlin) wird aus ihrem Archiv der Kategorie Pflanzen ("Cliché of a Plant") Drucke ausstellen, die den Reproduktionsprozess der Farbfotografie konterkarieren und neu interpretieren.
Nach der erfolgreichen Ausstellung mit Fotoarbeiten des Leipziger Künstlers Adrian Sauer setzen wir unsere Reihe "Out of Leipzig" fort mit zwei weiteren aktuellen Positionen zur Fotografie aus Leipzig. Beide Künstlerinnen studierten an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, einem internationalen Ausbildungsschwerpunkt für zeitgenössische Fotokunst.
Die Ausstellung wird u.a. gefördert vom Kulturraum Vogtland-Zwickau und der Stadt Zwickau.
Inga Kerber lebt und arbeitet in Leipzig
2002 – 2004 Fotografieschule am Schiffbauerdamm, Berlin (FAS) 2004 – 2011 Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, u.a. bei Prof. Beate Gütschow & Eiko Grimberg 2007 – 2008 École Nationale Supérieur des Beaux-Arts de Lyon, Frankreich 2011 Diplom in Bildender Kunst – Fachbereich Fotografie, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig 2007 – 2008 École Nationale Supérieur des Beaux-Arts de Lyon, Frankreich 2011 Diplom in Bildender Kunst – Fachbereich Fotografie, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Margret Hoppe lebt und arbeitet in Leipzig
1999 – 2000 Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig 2000-2007 Studium in der Klasse von Prof. Timm Rautert an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig 2005 – 2006 Studium an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris bei Jean-Marc Bustamante und Christian Boltanski 2007 Diplom Bildende Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig 2007 – 2009 Meisterschülerin bei Prof. Timm Rautert und Prof. Christopher Muller an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig seit 2011 Promotionsstudium an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach bei Prof. Martin Liebscher und Prof. Dr. Marc Ries 2012-2013 Freie Mitarbeiterin als Projektmanagerin an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach
Generika
10.05.2016
- 15.07.2016
Künstlerinnen und Künstler:
Adrian Sauer (*1976 in Berlin) studierte Fotografie in Leipzig an der Hochschule für
Grafik und Buchkunst, 2005 folgte der Meisterschülerabschluss bei Timm Rautert.
In seiner Ausstellung Generika zeigt Adrian Sauer Fotografien und Objekte. Dabei
ergänzt die physische Präsenz der Gegenstände die Fähigkeit von Fotografien,
Abwesendes anwesend erscheinen zu lassen. Im Raum entsteht ein dichtes
Beziehungsgeflecht aus Blicken und Eindrücken, das die Wahrnehmung alltäglicher
Gegenstände zum künstlerischen Ausdruck formt.
Es sind gerade in sich ruhende Dinge wie Kaffeedosen oder Parketttafeln, deren
konzentrierte Präsenz in den Photos sie zu Erscheinungen erhebt oder an sich
auffällige Zustände wie Wolkenformationen, die Sauer zum Thema seiner zugleich
ereignisreichen und statischen Photographie nimmt.
Im Spannungsfeld aus Rauminstallation und Fotoarbeiten vermittelt die Ausstellung
ihren grundlegenden sinnlichen Anspruch. Die Raumobjekte bestehen aus mehreren
verschieden großen Winkeln, die im Raum aufgestellt werden. Das teilweise sichtbare
Trägermaterial ist jeweils Holz. Die Konstruktion ist mit Styropor oder spiegelndem
Stahl verkleidet.
In seiner Arbeit befasst sich Adrian Sauer regelmäßig mit Standardisierungs- und
Optimierungsprozessen und deren Folgen in unterschiedlichen Kontexten. Dabei
spielt der Gedanke der Vollständigkeit in der Darstellung eine wichtige Rolle
Iman Kandash
02.02.2016
- 01.04.2016
Künstlerinnen und Künstler:
Die aus Syrien stammende Künstlerin Iman Khandash (*1988) zeigt in unserem Foyer neue Bilder, die sie nach ihrer Flucht zunächst in Zwickau, dann in einer Chemnitzer Aufnahmeeinrichtung gemalt hat. Es sind farbenfrohe und optimistische Arbeiten, die uns die gelernte Graphikdesignerin und diplomierte Kunsterzieherin präsentieren wird. Doch auch in ihren Bildern fallen Bomben, wie auf Aleppo, ihrer mittlerweile zerstörten Heimatstadt. Wir sehen außerdem einige ihrer Photographien, die uns Aleppo in Erinnerung rufen, so wie die 5 Millionen-Metropole aussah, bevor der Krieg 90% der Stadt vernichtet hat. Bild
Bild 2010 graduierte Iman Khandash an der Universität von Aleppo in der Fakultät für die schönen und angewandten Künste im Bereich Visuelle Kommunikation. 2015 konnte sie noch mit ihrer Promotion beginnen. Neben einer Ausstellungstätigkeit arbeitete sie für das Magazin Focus, das im mittleren Osten erscheint, als Graphikdesignerin.
I've got blisters under my feet and I can't stop walking.
31.01.2016
- 02.02.2026
Künstlerinnen und Künstler:
Der in Berlin lebende Tilo Schulz (*1972 in Leipzig) ist ein international agierender und beachteter Künstler. In Zwickau arbeitet er zusammen mit den beiden Filmemachern Bettina Nürnberg und Dirk Peuker. Tilo Schulz ist ein künstlerischer Allrounder und Grenzgänger, der ein präzises, vielschichtiges, medienübergreifendes Werk erarbeitet hat. Ebenso ist er als Autor und Kurator tätig. Wichtig sind ihm Fragen, die die Präsentation von Kunst betreffen. Seine Arbeiten sind formal Auseinandersetzungen mit Malerei, Skulptur und Installation. In seinen raumgreifenden Inszenierungen wählt er zumeist ein choreographisches Instrumentarium, mit dem er Wahrnehmung und Vermittlung künstlerischer Ausdrucksweisen überprüft und zur Diskussion stellt. In seinen abstrakten Formgebungen sucht er nach ästhetischen, gesellschaftlichen und auch ideologischen Implikationen von zeitgenössischer Kunst. Schulz beschäftigt sich ausführlich mit dem antizipierten und realen Betrachter seiner Installationen, indem er deren späteres Gesehen- und Begangenwerden von vorneherein in den ortsspezifischen Aufbau einer Ausstellung konstruktiv miteinbezieht. Blick und Bewegung der Besucher werden gelenkt, ja sogar manipuliert. Schulz' Arbeiten wurden in wichtigen Ausstellungen wie der Manifesta 2 in Luxembourg, After the Wall im Moderna Museet in Stockholm, German Open im Kunstmuseum Wolfsburg, deutschemalereizweitausenddrei im Frankfurter Kunstverein, Repeat Performance im Artist Space in New York und 50 Jahre documenta im Fridericianum in Kassel gezeigt. In den letzten Jahren war Schulz mit umfangreichen internationalen Einzelausstellungen zu sehen; u.a. in der Galerie für Zeitgenössiche Kunst Leipzig, dem Magazin 4 in Bregenz, der Wiener Secession und The Model in Sligo. 2014 präsentierte der Kunstverein Hannover eine aufwendige Einzelausstellung von Tilo Schulz und im Haus der Kunst in München konnte eine spezifische Installation realisiert werden. 2015 war die Installation "Moments of solution (the world is still not ready)" zusammen mit Gemälden von Francesco Hayez im Espace Culturel Louis Vuitton in Venedig zu sehen.
Der KV FAK zeigte eine Arbeit von Tilo Schulz in einer großen Ausstellung zur Malerei in Sachsen ("Bildwechsel") bereits 2000. 2001 erhielt der Künstler den Max Pechstein-Förderpreis der Stadt Zwickau.
2015
Perlmutt
02.10.2015
- 04.12.2015
Künstlerinnen und Künstler:
- Neo Rauch
Weltkunst in der zentralen Peripherie – Rosa Loy und Neo Rauch zeigen Arbeiten im Kunstverein ihrer Wahl.
Schon vor 15 Jahren waren Rosa Loy und Neo Rauch gemeinsam in einer Ausstellung in Zwickau zu sehen. Die Freunde Aktueller Kunst organisierten damals das Malereiprojekt "Bildwechsel" – ein Überblick über die zeitgenössische Malerei in Sachsen und Thüringen Anfang des neuen Jahrtausends. Beide Künstler kann man der Neuen Leipziger Schule zurechnen, ein mittlerweile aber restlos strapazierter Begriff. Heute anders als damals – Rosa Loy (1958) und Neo Rauch (1960) agieren weltweit im hochkarätigen Ausstellungsbetrieb. Aus beiden wurden global player, die nun für eine ganz besondere Präsentation ihrer Arbeit zurückkehren nach Zwickau, in die vermeintliche Provinz.
In den Räumen unseres Kunstvereins werden erstmals Arbeiten der Beiden aus ihrer Sammlung eigener Kunst zu sehen sein – Werke, die auch nicht in den Kunsthandel gelangen. Jedes der Bilder spiegelt dabei die gewachsene künstlerische, intellektuelle und sicher auch emotionale Vertrautheit, aber auch Suche wieder. So kann die Ausstellung deutlich machen wie kongenial Loy und Rauch gegenseitig Impulse austauschen, die durchaus Einfluß nehmen auf die jeweils spezifische Arbeitsweise und das gemeinsame Nachdenken über die Möglichkeiten von Malerei und die beide Künstler inspirierende Kunstgeschichte.
Ihre Sammlung haben Loy und Rauch poetisch "Perlmutt" benannt, ein ästhetischer, substantieller Schein, da dieses Kalkmaterial ganz notwendig zur Muschel gehört und deren Schönheit ausmacht. Einer Muschel ähnlich ist die Sammlung. Sie verbirgt ein Geheimnis und mit großer Wahrscheinlichkeit ein unbekanntes Ensemble an "Perlen", die sich die Rosa Loy und Neo Rauch im Lauf der vielen Jahre gegenseitig geschenkt haben. Die Freunde Aktueller Kunst zeigen eine Auswahl an Gemälden, Arbeiten auf Papier, große und kleine Formate, die nur teilweise schon zu sehen waren.
Rosa Loy und Neo Rauch scheinen sich in einem nicht unähnlichen Kosmos der Bildfindungen und malerischer Intentionen zu bewegen. Die Schwierigkeit einer kohärenten Interpretation ist Merkmal beider künstlerischer Arbeit. Die Zusammenfügung unterschiedlichster inhaltlicher, seltsam realistischer Elemente auf Seiten eines zugleich fragmentierten, aber auch narrativ durchstrukturierten Bildinventars lässt sich vielleicht paradoxerweise als hochkalkulierter Surrealismus bezeichnen. Wo Loy einen rätselhaften Bereich weiblich koordinierter Traumregionen und auch Traumata generiert, zitiert Rauch immer wieder aus technisch, historischen, politischen und architektonischen Vorleistungen, wobei er ebenfalls enigmatische Bezugssysteme ins Leben ruft, die wiederum aus eine jede Wirklichkeit überdehnenden Einzelkomplexen bestehen. Scheinbar ist das Bildpersonal häufig in zeitlosen psychischen Isolationsräumen verortet, doch insgesamt konfigurieren die beiden Maler immer wieder magische tableau vivants, die kompliziert genug sind, um zeitgleich wieder in einzigartige Bestandteile auseinanderzufallen.
Isabelle Dutoit - Girgentana | Martin Kobe - Fracture
18.07.2015
- 18.09.2015
Künstlerinnen und Künstler:
Girgentana - Isabelle Dutoit Über altmeisterliche Maltechniken verfügt Isabelle Dutoit. Sie entwirft eine mythische und mystische Raumordnung, eine fragile und fragmentarische Ordnung der Dinge, zu einem Erlebnisnarrativ, dem sich der Betrachter keinesfalls entziehen kann. Ihr gelingt eine paradoxe Unschärfe, die uns im Unklaren belässt, ob wir uns in einer beseelten Tatsachenwelt bewegen oder in einem surrealistischen Traumgefüge. Für beides gibt es Anhaltspunkte, vorausgesetzt man ist bereit, Dutoits diffizile Bildsprache nachzuvollziehen. Isabelle Dutoit (*1975) studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink. Sie lebt und arbeitet wie Martin Kobe in Leipzig.
Fracture – Martin Kobe
Martin Kobe wurde 1973 in Dresden geboren und
hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in
Leipzig studiert. Kobe erhielt 2004/05 das Karl-
Schmidt-Rottluff Stipendium und war in vielen
internationalen Ausstellungen vertreten. Er ist einer
der Protagonisten der jungen Leipziger Malerei, die
weltweit Furore macht. Seine Bilder beschäftigen
sich mit der Konstruktion von architektonischen
Räumen und einem Perspektivenpluralismus,
letztlich mit unserem Sehen und Erfinden von
Wirklichkeit bzw. deren instabilen Strukturen.
TROSTBRÜCKE
19.05.2015
- 03.07.2015
Künstlerinnen und Künstler:
Annette und Erasmus Schröter (* beide 1956) sind Absolventen der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 1982 erlangten sie an der Akademie ihren Diplomabschluss. Sie für Malerei, er für Fotografie. Seit 2006 ist Annette Schröter Professorin für Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig.
Obwohl beide Künstler sind seit vielen Jahren ein Paar sind, gehen sie hinsichtlich ihrer Ausstellungstätigkeit meist eigene Wege. Mit Ausnahme der inszenierten Fotografie produzieren sie keine Gemeinschaftsarbeiten.
In der im Kunstverein FAK Zwickau realisierten Ausstellung "Trostbrücke" werden Annette und Erasmus Schröter in verschiedenen Räumen Arbeiten präsentieren, die in Zwickau noch nicht zu sehen waren und für die Präsentation neu erstellt werden.
Annette Schröter wird große, aufwendig hergestellte Papierschnitte zeigen, die einerseits Leit- und Wunschbilder in unserer Gesellschaft spiegeln, aber auch auf das Scheitern von Utopien eingehen. Heimat, Familie, Traditionsverständnis und Moderne finden darin ihren Ausdruck. Mit den technischen und stilistischen Eigenarten des Papierschnittes, der für starke Kontraste steht und mittels plakativem Schwarz/Weiß die Widersprüche zuspitzt und ironisiert, erlebt bei ihr die Technik des volkstümlichen Scherenschnittes eine Renaissance ganz auf der Höhe der Zeit.
Erasmus Schröter wird sich in der Ausstellung ganz auf Porträts fokussieren. Sein fotografisches Langzeitprojekt "Contest" bildet junge Männer in Verkleidungen ab. Bizarr gestylt zelebriert Schröters Bildpersonal damit seine exzentrischen Träume. Es überschreitet provokant tradierte Vorstellungen männlicher und weiblicher Rollenmodelle und nicht zuletzt spricht der Künstler mit den analogen großformatigen Farbfotografien damit auch aktuelle Fragen nach sexueller Zugehörigkeit an.
Die Motive beider Künstler vereint, dass sie ein "Versprechen" thematisieren, welches den Bildfindungen, sei es in Papier geschnitten oder fotografiert, innewohnt.
Es ist das Versprechen, Trost zu finden, in Konsum, Verkleidung und Erinnerung.
zeig mir (zorro und zoo)
03.03.2015
- 15.04.2015
Künstlerinnen und Künstler:
Julia Schmid (1969) und Rolf Bier (1960) sind seit vielen Jahren ein Paar - aber k e i n Künstlerduo. Ihre medial breit aufgefächerten Arbeiten entstehen unabhängig voneinander. Gemeinsam ist Schmid und Bier auch die Auseinandersetzung mit Natur, besonders auch im urbanen Raum, und die Frage nach ihrer strukturellen und kulturgeschichtlichen Repräsentation. Die Ausstellung in Zwickau versucht erstmals einen Dialog an den Schnittstellen der Werke. Julia Schmid und Rolf Bier leben und arbeiten in Hannover, Stuttgart und Bouderath/Eifel.
Das subjektive Porträt eines Orts oder Wegs mittels Pflanzen ist das eigentliche Ziel der Malerei von Julia Schmid. Es sind persönliche Versuche, sich der unmittelbaren Umgebung durch aufwändige, hyperrealistische Malerei einerseits, durch Recherche-Berichte, fotografische Arbeiten, Kartenmaterial und Zeichnungen andererseits zu vergewissern. Schmids Bilder lenken den Blick auf temporäre Orte des Alltags, auf Routen für Spaziergänge ebenso wie auf transitorische Achsen städtischer Infrastruktur. Julia Schmid zeichnet seit einigen Jahren Präparate von Wölfen aus naturhistorischen Sammlungen Europas am Ort ihrer Präsentation. Dabei geht es nicht so sehr um eine Revitalisierung der individuellen Spezies, sondern vielmehr darum, zu untersuchen, wie unterschiedlich die Präparatoren diverse Eigenschaften der Tiere hervorheben und in welche Szenarien sie museal eingebettet wurden. In Einzelausstellungen war Julia Schmid zuletzt im Kunstmuseum Bonn und dem Sprengelmuseum in Hannover zu sehen. Rolf Bier wiederum widmete sich nach einem Aufenthalt in New York seit 2005 einige Jahre fast ausschließlich den von ihm "Portraits of unseen People" genannten Ansichten von Menschen. Personen allerdings, von denen es keine Fotografien oder Ansichten gibt, da sie nie wirklich gelebt haben. Bier generiert diese Porträts vielmehr ausschließlich aus Erinnerungen und dem Fundus des sogenannten common memory, in dem sich typische und mediale Bilder verwischen. Und natürlich über die Bilder der Malerei und ihrer Geschichte selbst.
Arbeiten des Villa Massimo-Preisträgers Rolf Bier sind in zahlreichen, auch internationalen Ausstellungen zu sehen; er ist Professor an der Kunstakademie in Stuttgart.
2014
Nowhere Man
07.10.2014
- 05.12.2014
Künstlerinnen und Künstler:
Wir stellen John Lennon vor, weniger als Musiker, sondern als bildender Künstler.
Wir eröffnen die Ausstellung am 5. Oktober 2014 (14 Uhr) mit einer Einführung des Lennon-Sammlers Michael Wahle. Im Garten des Kunstvereins zeigt das Ballett des Theaters Plauen Zwickau Szenen aus seiner laufenden Inszenierung "Yesterday" von Torsten Händler, natürlich mit der zeitlosen Musik der Beatles. Wir danken dem Ballett und freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit.
John Lennon, geboren am 9. Oktober 1940 in Liverpool hat schon in der Kindheit und später in der Schulzeit seine zeichnerische Begabung unter Beweis gestellt.
Lennon studierte zwischen 1957 und 1960 am College of Art in Liverpool und entdeckte dabei für sich die Kunst, insbesondere der grafischen Kunst. Er illustrierte unter anderem humoristische Geschichten und gestaltete eigene Plattencover. Er war ein skurriler Zeichner, Text-Autor, Happening-Meister. Aber nicht, wie viele meinen, nebenher: Der Aktionskünstler Lennon hat verhindert, dass der Rock-Superstar Lennon im Show-Tumult sein Selbst verlor. Selbst seine Mitschüler und Professoren waren sehr von seinen künstlerischen Qualitäten überzeugt.
Die grafischen Werke illustrieren Menschen und Begebenheiten, denen John Lennon in seinem kurzen Leben begegnete. Die Werke sind eine Reflektion der Beziehung John Lennons zu seiner Umwelt. Insbesondere auch zu Yoko Ono. Dabei konzentrierte er sich in seiner grafischen Kunst auf die Linienzeichnung mit Feder, Bleistift oder Tinte. John Lennon war somit nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch Illustrator. Denn er begann zu zeichnen, bevor er eine Gitarre besaß.
Tag der Architektur 2014
01.07.2014
- 14.09.2014
Künstlerinnen und Künstler:
Zum Tag der Architektur 2014 in Zwickau trafen mehrere glückliche Umstände zusammen. Der Kunstverein Freunde Aktueller Kunst (FAK) mit seinem Vorsitzenden Klaus Fischer war schon seit längerem daran interessiert, eine Architekturausstellung zu organisieren. Hinzu kam, dass der Architekt Sebastian D. Kriegsmann (6-15-6 büro für architektonisches design) sowohl Mitglied im FAK als auch in der freien stadtplanerischen Initiative "Zwickau 2050" ist. Man stellte sich gemeinsam die Frage "Was hat sich in Zwickau dieses Jahr bewegt?" Eine Ausstellung lebt von Projekten und Objekten. Aus Ideen werden Initiativen und aus diesen Realisierungen, im Fokus sind daher zunächst Prozesse. Die jetzige Ausstellung beschäftigt sich also mit Effekten, die Architektur erzeugen kann. Effekte – antizipierend, überraschend, über-zeugend, nicht-linear, zeitlich relevant, vorausschauend, unerwartet und vor allem eins, engagiert. In "Architektur bewegt" stellen zehn Architektinnen und Architekten ganz individuelle Positionen vor. An der Initiative "Zwickau 2050" sind ungefähr 20 Architekten aus der Kammergruppe Zwickau beteiligt. Für viele dieser Kreativen sind die eingebrachten Überlegungen mit mindestens einem zentralen sinntragenden Effekt verbunden – dem der Vorausschau. "2050" ist eine positive urbane Zukunftsvision, in welche die Kommune, die Wirtschaft und generell die Gesellschaft eingebunden sind. Dies wird im Rahmen der Ausstellung ausdifferenziert in Events wie Architekturvermittlung, Wirtschaftsworkshop, Podiumsdiskussion, Architekturkino oder einer Ausstellungstour. Es wird deutlich, dass eine kontinuierliche und vielfälti- ge Diskussionskultur wichtig ist. Daher ist eine multimediale Öffentlichkeitsarbeit grundlegend, um die Präsenz und Verfügbarkeit von Informationen für jedermann zu gewährleisten.
Die ausstellenden Architekturbüros: Carsten Brunner und Michael Uhlig (aboa) Sylvia Staudte (ARC Architekten) Bauconzept Ingenieure & Architekten Petra König (könig architekten + ingenieure) Andreas Kottusch (KOTTUSCH ARCHITEKTEN) Sebastian Kriegsmann (6-15-6 büro für architektonisches design) Christine und Ulrich Thaut (THAUTARCHITEKTEN) Silvia Schellenberg-Thaut und Sebastian Thaut (atelier st) Dieter M. Walz (_bau_werk_stadt) Architekturbüro Birgit Wessendorf
"Mensch, werde wesentlich" – gemalt ist der Mensch mehr Mensch
29.04.2014
- 21.06.2014
Künstlerinnen und Künstler:
Das eigentliche Thema unseres Ausstellungsprojekts findet sich in einem Sinnspruch, der zu den bekanntesten Gedichten der Barockliteratur zählt. Es stammt von einem der berühmtesten Dichter der deutschen Barockmystik, Angelus Silesius (1624-1677): Mensch, werde wesentlich! Denn wenn die Welt vergeht, so fällt der Zufall weg: das Wesen, das besteht!
In der barocken Welterfahrung ist mit dem Begriff Zufall der äußere Schein gemeint, alle rein äußerlichen, oberflächlichen Eigenschaften und Werte, die der Mensch seinem Leben vordergründig zuschreibt.
Nach unserer großen Überblicksausstellung "Bildwechsel. Aktuelle Malerei aus Sachsen und Thüringen", die 2000 einen damals ihrer Zeit weit vorauseilenden Blick auf die Tendenzen der Malerei und ihrer wichtigsten Vertreter dokumentierte, suchen wir heute nach einer ähnlichen Standortbestimmung.
Durch den gezielten Austausch mit den wichtigen Galerien aus Sachsen und in bewährter Weise mit dem Kunstfonds des Freistaates Sachsen konnten wir erneut eine qualitativ hochkarätige 'Feinlese' ausarbeiten. Die interessantesten gegenständlich arbeitenden MalerInnen aus den 1980er-Jahrgängen bis hin zu Künstlern wie Max Uhlig, die ein gestandenes Lebenswerk erarbeitet haben, finden sich in unserem Ausstellungsprojekt wieder. Einen sächsischen Schwerpunkt mit seinen internationalen Künstlern, aber auch solche Maler, die, nicht aus Sachsen stammend, bereits im internationalen Kunstbetrieb agieren, können wir präsentieren.
Kuratiert wurde die Ausstellung unter dem übergreifenden Aspekt, verschiedene Konzeptionen all dessen zusammenzustellen, was zeitgenössische Malerei inhaltlich, methodisch und ästhetisch über das "Menschsein heute" aussagen kann. Doch es geht in einer umfassenden Untersuchung und Formulierung des Themas Mensch um mehr als die absolute Entgegensetzung von Wesentlichem und Vergänglichem. Das Bild des Menschen ist als solches ein bewegter 'Gegenstand', ein instabiles Tableau vivant, unauflösbar widersprüchlich und vielleicht auch heimtückisch. Künstlerisch ist es abhängig von einem je subjektiven Gestaltungswillen und zudem von einem jeweiligen historischen, sozialen und politischen Kontext. Also: Das Bild des Menschen ist somit auch innerhalb einer Generation höchst uneinheitlich. Ein solch problematisches Menschenbild versucht die Ausstellung "Mensch, werde wesentlich" künstlerisch auszudifferenzieren. Der Mensch ist immer sein eigenes Problem, weil er wissen will, was seine ureigenen Probleme sind – dies ist der Grundtenor unserer Zusammenschau.
In dieser Ausstellung stellen wir 37 aktuelle Positionen figürlicher Malerei vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind ebenfalls auf der Suche nach dem Wesentlichen, nach dem, was das Menschsein im "Innersten" ausmacht. Nur unterscheiden sich die künstlerischen Strategien und Verfahren selbstverständlich von den allermeisten historischen Überlegungen und Darstellungsweisen.
Nicht nur, daß das Menschenbild im 20. Jahrhundert relativiert, fragmentiert, schlicht diskontinuierlich wurde. Es ließ sich auch kaum mehr, jedenfalls rückblickend, sinnvoll zusammensetzen und auf einen Nenner bringen.
Auch die schlimmsten Ideologien mussten versagen und schufen nur einen gewalttätigen, menschenverachtenden Pseudosinn. Das bedeutet jedoch nicht, daß in den aktuellen Kultur- und Philosophiediskursen die Sinnsuche aufgrund eines irgendwie pathologischen Leidensdrucks vollkommen ad acta gelegt wird. Sie verläuft häufig genug nur in privat abgezirkelten Zusammenhängen und mitunter äußerst experimentellen Sprachen und Diskursregeln.
Das Spektrum, in dem die figurative Malerei ihre Ressourcen findet und ausbreitet, ist immens. Falsch wäre es, als alles vermittelndes Kriterium die schlichte und formale Wiedererkennbarkeit des Bildgegenstandes zu veranschlagen. Allenfalls ließen sich philosophische Bedeutung und ästhetische Wahrheitskompromisse darin ermitteln, wie WIEDERERKENNBARKEIT funktionieren kann. Hierüber kann gute Malerei, die weit entfernt von allem Dekorativen künstlerische Aussageweisen sondieren und thematisch interessante Aussagen treffen "Gemalt ist der Mensch mehr Mensch." Wie jede Kunst, kann auch die Malerei, Wesentliches ermitteln und dem Erkennen zuführen.
Und genau hierin liegen die unterschiedlichen Versuche begründet, sich dem Thema Mensch zu nähern. Was eine mögliche Wesensbestimmung unseres Daseins ausmacht, bleibt als ultimatives Ergebnis zwangsläufig offen. Auch in unserer Ausstellung schlagen wir einen weiten Bogen von comichaft plakativen Motiven hinzu narrativ surrealen Tableaus. Altmeisterliches schlägt eine Brücke zu gestisch-abstrahierenden Projektionen; Piktogramme, Minimalistisches steht der malerischen Überlagerung ausformulierter Situationen gegenüber. Einsamkeit und Isolation findet ein Pendant in dialogischen, "mitmenschlichen" Szenerien. Brutalität und Gewalt konkurriert mit Figuren, die sich in liebevoller Gestik anderen zuwenden. Menschsein als Horrorvision und inszeniert als Utopie der unverstellten Sympathie füreinander bilden sich nahezu unversöhnliche Sichtweisen. Jeder Künstler versucht sich an für ihn relevanten Antworten, zumindest stellen seine individuellen Bilder notwendige Fragen an das bekanntlich sehr "weite Feld". Und dieses fragende Insistieren beinhaltet immer noch die besten verfügbaren Angebote an den sinnvoll und sinnenhaft aufmerksamen Betrachter und Leser der Bilder.
Wohnbar | Grass Lifter
11.02.2014
- 04.04.2014
Künstlerinnen und Künstler:
„Frühlingsstraße 26, Zwickau: An diesem Ort wurden Verbrechen der NSU geplant. Hier wohnten diejenigen, die eines der größten rechtsradikalen Verbrechen seit 1945 in Deutschland durchführten. Nun ziert hier ein Rasen das Grundstück und Gras wächst über die Sache, möchte die Geschichte verdecken. Geschichte lässt sich aber nicht einfach unter einer Grasschicht verstecken. Wir Grass Lifter fragen: wie wir aufklären, aufarbeiten und erinnern können in Zwickau, so dass kein Gras über die NSU-Verbrechen wächst.“
Dramatische Funde im Schutthaufen
11.02.2014
- 04.04.2014
Künstlerinnen und Künstler:
Yvon Chabrowski (geb. 1978) ist eine junge Photo- und Videokünstlerin, die beginnt sich auf ganz internationalem Parkett zu bewegen. Sie studierte in Leipzig u.a. bei Peter Piller. In ihrer Videoinstallation “Dramatische Funde im Schutthaufen“ beschäftigt sich die Künstlerin mit dem NSU, ausgehend von einer sehr bekannt gewordenen Photographie, in der Polizisten gezeigt werden, wie sie im Schutthaufen des von Beate Zschäpe in die Luft gesprengten Hauses nach Spuren suchen. Die Künstlerin hat sich dieser Situation genähert, indem sie ein 10-minütiges Video gedreht hat, in dem die Photographie gewissermaßen (mit Statisten) reinszeniert, also in Bewegung umgesetzt wird. Auf diese Art versucht sie verborgene Sinnschichten des Bildes freizulegen.
#00ffff Neue Bilder
11.02.2014
- 04.04.2014
Künstlerinnen und Künstler:
Susann Brenner (geb. 1986) ist in der Stadt an der Mulde geboren, hat in Dresden bei Peter Bömmels studiert, lebt und arbeitet nun in Berlin. Sie zeigt Arbeiten auf Papier, die für unsere Ausstellung entstanden sind; auch wird sie eine große Graphit-Zeichnung direkt an die Wand bringen.
„In meiner Arbeit steht die Auseinandersetzung mit verschiedenen Formfindungsprozessen im Vordergrund. Ich überführe Formen alltäglicher und ungewöhnlicher Dinge, setze diese neu zusammen und überarbeite sie in unterschiedlichen künstlerisch manuellen Techniken.
Der schöpferische Prozess ist dabei mein eigentliches Anliegen. Das Ergebnis sind vorwiegend ungegenständliche Bildgefüge, deren Wirkung durch den Wechsel verschiedener bildnerischer Mittel sichtbar wird.“ (S.Brenner)
2013
„Generation Loss“
05.11.2013
- 17.01.2014
Künstlerinnen und Künstler:
- Henrike Naumann
Der Zwickauer Kunstverein Freunde Aktueller Kunst zeigt mit der Ausstellung "Generation Loss" von Henrike Naumann (*1984) die preisgekrönte Videoinstallation "Triangular Stories" (2012) und die Nachfolge-Installation "Unbetitelt" (2013). Beide Arbeiten können im Bereich der deutschsprachigen Kulturlandschaft als derzeit prägnanteste künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema NSU und Rechtsradikalismus gelten.
Es sind der Standort Zwickau, Naumanns Heimatstadt, und der 2. Jahrestag – 4.11. 2011 – der von Beate Zschäpe ausgelösten Wohnhausexplosion im Zwickauer Stadtteil Weißenborn, die Naumanns Installationen als politisch aktuell, brisant und gegenwartsbewusst qualifizieren. Für die Künstlerin war es ein persönlicher und diffiziler künstlerischer Einschnitt gerade auch, weil sie sich an jenem November-Freitag zufällig bei ihrer Familie in Zwickau aufhielt.
"Seit dem 4. November 2011 wissen wir von der Existenz des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU). Dies war ein gravierender Einschnitt in die Beziehung zu meiner Heimatstadt Zwickau." (Henrike Naumann)
Kann Kunst überhaupt ein "Phänomen" wie das "Ungeheuerliche" vergegenständlichen, in Bilder und Worte transformieren, die in der Lage sind, ein Abbild, einen Kommentar, eine Deutung zu entwerfen? Es ist und bleibt kompliziert.
Die junge Video- und Installationskünstlerin Henrike Naumann hat an der HfBK Dresden und der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg studiert. Seit 2008 lebt und arbeitet sie in Berlin. Sie hat für "ihr" Thema eine souveräne künstlerische Lösung gefunden, deren schlüssige Vielschichtigkeit die Ausstellung "Generation Loss" auf sinnlicher und intellektueller Ebene stabilisiert. Sicher wird Zwickau, wo das Terrortrio des NSU jahrelang "beheimatet" war und von aus es seine mörderischen Feldzüge geplant und durchgeführt hat, auf unabsehbare Zeit mit diesem rechtsradikalen Extrem leidvoll verbunden bleiben. Dies ist ein Zustand, den man nicht nur mit Entsetzen hinnehmen muß, sondern "positiv" gewendet, mit dem man geradezu als Grundlage und Appell für ein weiteres, aktives Verstehen rechtsradikalen Verhaltens operieren kann. Unser Kunstverein ist der Auffassung, dass man nichts, gerade auch im kulturellen Kontext unversucht lassen darf, um nicht nur innerhalb der Stadt auf den Punkt zu diskutieren (wie während der anstehenden Veranstaltungsreihe Novembertage), sondern auch nachdrückliche Signale eines geschärften Problembewusstseins nach "draußen" zu schicken. Genau diese Ambivalenz steht auch im Mittelpunkt von Henrike Naumanns künstlerischem Interesse, weshalb es nahe liegt, dass sich Künstlerin und Kunstverein zu dem anstehenden Projekt zusammenschließen.
Henrike Naumann schreibt: "Das Erlebnis wurde prägend für meine Arbeit – hatte ich wirklich zeitgleich über Jahre mit Rechtsterroristen in meiner Heimatstadt gelebt? Und wie konnten sich drei Jugendliche, aufgewachsen wie ich in den neuen Bundesländern, schon in jungen Jahren einer so mörderischen Ideologie verschreiben? Die konzeptionelle und ästhetische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen und ein experimentelles Medienverständnis prägen meine Arbeit. Der Rechtsextremismus in meiner alten Heimat ist ein Thema, das mich nicht loslässt. Mein Bild von Deutschland hat sich verändert, viele Dinge sind in mein Bewusstsein gekommen, die ich über Jahre hinweg verdrängt hatte. Seit dem 4. November 2011 gehe ich in meiner künstlerischen Auseinandersetzung zwei Fragen nach: Wie konnte Rechtsterrorismus in Deutschland entstehen? Wurden diese Entwicklungen durch Politik und Akzeptanz in der Bevölkerung befähigt?"
Nach Ausstellungen in der ganzen Republik und diversen Preisen ist Triangular Stories im Rahmen der Novembertage nun endlich in meiner Heimatstadt Zwickau zu sehen - erstmals mit der Installation "Unbetitelt" und der Photoserie "Where were you in '92?"
"Triangular Stories" (2012) ist eine begehbare Videoinstallation, die sich anhand des Mediums Homevideo spezifisch dem Ursprung des NSU zu Beginn der 90er Jahre in Ostdeutschland nähert und letztlich exemplarisch der Entstehung von Rechtsterrorismus in Deutschland auf die Spur kommt. Zwei inszenierte Homevideos, zeitlich verlegt in das Jahr 1992, eines aus der Jugend von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt in ganz realen, aber doch seltsam realitätsfernen Plattenbauten von Jena, und eines von drei Teenagern, die auf der Partyinsel Ibiza kaum erwarten können, das erste Mal Ecstasy zu nehmen – Ausschnitte also aus sehr verschiedenen Lebensrealitäten. Wo hört die Unschuld von drei randalierenden Jugendlichen auf? Und wo beginnt die Verantwortung eines hedonistischen Partyvolkes? Bislang war "Triangular Stories" auf zahlreichen Festivals und Ausstellungen zu sehen, unter anderem in Berlin, Kassel, Dresden und Osnabrück. 2013 folgte die Nominierung für den "Lichter Art Award Frankfurt" und die Auszeichnung mit dem "Expanded Media Award für Medien im Raum" beim Stuttgarter Filmwinter.
Die Folgearbeit "Unbetitelt" erweitert den Fokus hin zur Neuen Rechten. Die Generation '92 ist erwachsen geworden, definiert sich vordergründig durch Familie und Eigenheim. Springerstiefel und Bomberjacke gibt es nicht mehr als eindeutiges Erkennungszeichen. Wie präsentiert sich die rechte Szene heute, mit welchem faschistischen oder faschistoiden Selbstverständnis agiert sie mitten in unserer Gesellschaft? Wie sieht das „gemäßigte“ Umfeld aus, in dem Rechtsterrorismus wachsen und gedeihen kann? Basierend auf Facebook-Recherchen entsteht ein verstörendes Bild des deutschen Durchschnittswohnzimmers. "Unbetitelt – Eine begehbare Rauminstallation (2013) – in vier Räumen erschließt sich zwischen Buche und Chrom eine neue Perspektive aus und auf Deutschland. Spaß, Spießigkeit, spontane Aggressivität und ein latenter, multipler Haß kennzeichnen die Vorhölle rechtsradikalen Denkens.
Hin und weg
03.09.2013
- 18.10.2013
Künstlerinnen und Künstler:
Am 3.9.2013 konnten wir unsere zweite große Jubiläums-Ausstellung anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Kunstvereins Freunde Aktueller Kunst eröffnen.
Sehr erfreulich war, dass es außer zu unserer Eröffnung zuvor in Zwickau wohl keine Veranstaltung gab, zu der so viele Künstlerinnen und Künstler angereist kamen, die gleichermaßen aus Zwickau stammen und längst überregional oder auch international ausstellen und arbeiten. Wir freuen uns sehr über diesen gewichtigen künstlerischen Input, den wir für einige Wochen in der Stadt haben werden. 20 Künstlerinnen und Künstler haben wir für dieses Projekt eingeladen, alle künstlerischen Sparten sind vertreten – von der Zeichnung, Malerei, Objektkunst, Photographie und Video bis zur Installation. Die Idee hinter der Ausstellung ist, einmal einen Großteil der "Ex-Zwickauer" Künstlerinnen und Künstler zusammenzubringen. Obwohl niemand mehr an der Mulde lebt, ist natürlich nicht vergessen, daß für alle "alles" in Zwickau begann. Zumeist haben "unsere" Zwickauer nun in Kunstmetropolen wie Berlin, Leipzig, Dresden, Hamburg oder Düsseldorf ein weithin sichtbares Quartier bezogen, es sei denn, sie sind ohnehin "wegweisend" ganz global unterwegs ...
Schaufenster: Zwickau meets Dresden
03.09.2013
- 18.10.2013
Künstlerinnen und Künstler:
Der Kunstverein Freunde Aktueller Kunst (FAK) begeht im März seinen 15. Gründungstag. Seit 1998 engagiert sich der Verein kontinuierlich für die zeitgenössische Kunst. Zahlreiche Projekte und Ausstellungen zur aktuellen Kunst und federführend auch mit anderen Institutionen wie den Kunstsammlungen der Stadt Zwickau wurden seitdem an verschiedenen Orten veranstaltet. Die mittlerweile zu den national und international bekannten und gut vernetzten Kunstvereinen gehörenden FAK wurden 2007 vom Kunstmagazin "Art" mit zu Deutschlands "Trendscouts der Nation" gezählt. 2011 wurde der Verein von der ADKV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine) und der Art Cologne zum besten jungen Kunstverein in Deutschland gewählt und im letzten Jahr konnten die FAK bei einer Mitgliederwerbeaktion der Bundeskulturstiftung weit über hundert neue Mitglieder gewinnen und gehört zu den mitgliederstärksten Kunstvereinen in den Neuen Ländern. In Zwickau selbst sind die Freunde mit Abstand der größte Kunst- und Kulturverein. Seit 2012 bespielt der Kunstverein seine neuen Ausstellungsräume in der Hölderlinstraße in Zwickau.
Dieses erfolgreiche Engagement im Sinne der zeitgenössischen Kunst ist mehr als Anlass genug mit einer der wichtigsten Sammlungen aktueller Kunst in Sachsen eine Ausstellungskooperation zu suchen. Im Ergebnis zeigen die Freunde Aktueller Kunst und der Kunstfonds des Freistaates Sachsen, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, vom 3. Februar bis 26. April Werke von 26 ??? Künstlerinnen und Künstlern, die seit 1998 entstanden sind, in Zwickau aus. Diese gehören zum heute mehr als 800 zeitgenössische Kunstwerke umfassenden Bestand, der in den letzten beiden Jahrzehnten über die Förderankäufe des Freistaates Sachsen bzw. der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen für die Sammlung des Kunstfonds erworben wurde.
Die Ausstellung „Schaufenster: Zwickau meets Dresden" schöpft aus dem gleichen Fundus wie die große, ab 1. März 2013 bis 20. Mai 2013 in der Kunsthalle im Lipsiusbau auf der Brühlschen Terrasse in Dresden gezeigte große Schau „Jetzt + Hier. Gegenwartskunst. Aus dem Kunstfonds“ und bildet zugleich deren Auftakt und Satellit.
Gezeigt werden Werke der Malerei, Grafik, Fotografie, Plastik sowie des Films.
Die Ausstellung ist ein Engagement der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der Region.
Die FAK freuen sich sehr, dass in Zwickau eine hochkarätige Gruppenausstellung mir jüngerer und junger Gegenwartskunst aus den letzten 15 Jahren präsentiert werden kann.
Die Sammlung des Kunstfonds wird in eigenen Ausstellungen an unterschiedlichsten Orten gezeigt sowie als Leihgaben in ausgewählten öffentlichen Einrichtungen des Freistaates und der Bundesrepublik Deutschland zugänglich gemacht. Der Kunstfonds ist auch wichtiger Leihgeber für zahlreiche Museen, Ausstellungen und Projekte landesweit und international.
Mein Haus, meine Yacht, mein Bild
12.07.2013
- 16.08.2013
Künstlerinnen und Künstler:
Unter dem Titel "Mein Haus, meine Yacht, mein Bild" (eigentlich ist es ja schon ein Motto), zeigen wir dieses mal nur letzteres, nämlich die "Lieblingsbilder" aus den häuslichen vier Wänden unserer Mitglieder. Diese Idee rief von Anfang großes Interesse hervor und die große Bereitschaft einem größeren Publikum zu zeigen, was ansonsten ja nur für wenige Augen bestimmt ist. Schon jetzt ein großer Dank an all unsere Kunstfreunde, die sich an dieser kleinen großen Sommerausstellung beteiligt haben und zuhause für 5 Wochen auf eine leere Stelle an Wand blicken wollen, müssen, werden.
Ein höchst vielfältiges Spektrum an Kunst zu sehen sein, von Max Pechstein bis Gerhard Richter, von haitianischer Folklore bis zum Vater und Sohn-Comic von e.o.plauen, von Nancy Spero bis Monica Bonvicini. Um die dreißig Künstlerinnen und Künstler aller Couleur finden einen Interimsplatz in der Hölderlinstraße.
2012
Angst vor den IGEA-Leuten – noch mehr Angst vor den IGEA-Leuten
30.10.2012
- 21.12.2012
Künstlerinnen und Künstler:
Am 28. Oktober, beginnt unsere zweite Ausstellung im neuen Domizil in der Zwickauer Hölderlinstraße 4. Der Chemnitzer Maler Osmar Osten (Jahrgang 1959) stellt einen neuen Zyklus von Arbeiten vor, der sich auf rätselhafte und durchaus komische Art mit dem "Lebst-Du-schon-IG(!)EA"-Phänomen beschäftigt. Ungefähr 30 Arbeiten (alle 2012 entstanden) nehmen sich die konfektionierte Lebenswelt des Einrichtungsriesen zum ironischen Thema. In unserem Alltag begegnen wir auf Schritt und Tritt, zwangsläufig und permanent IKEA, so Osten. Die Designgläubigkeit kommt einer Religion gleich und lässt die "Leute" in die Möbeltempel pilgern. Dem stellt Osmar Osten in Verkehrung eines IKEA-Slogans sein Fazit gegenüber: "Ich glaube nicht, dass Design in jedes Haus gehört."
Der Kulturjournalist und Osmar Osten-Kenner Matthias Zwarg eröffnet die Ausstellung.
Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Anette Schneider, der Zwickauer Mandoline-Lehrerin und Komponistin.
... mit offen Karten
25.05.2012
- 17.08.2012
Künstlerinnen und Künstler:
Unser Kunstverein bezieht neue Räume. In Zukunft werden wir unsere Ausstellungen und Veranstaltungen in der Zwickauer Hölderlinstraße 4 durchführen. Ein kurzer Weg nur in die Innenstadt und ein Katzensprung zu den Kunstsammlungen in der Lessingstraße.
Die Freunde Aktueller Kunst e.V. gratulieren sehr herzlich Professor Klaus Staeck, der vom Zwickauer Kunstverein e.V. vorgeschlagen wurde für den Max-Pechstein-Ehrenpreis der Stadt Zwickau 2011.
Gleich zu Beginn zeigen die Freunde Aktueller Kunst eine hochkarätige Ausstellung mit Arbeiten von Klaus Staeck, Joseph Beuys, A.R. Penck und weiteren Künstlern der Edition Staeck. In unserer Ausstellungspremiere am neuen Ort können wir einen Einblick geben in das jahrzehntelange Schaffen des gerade erst wiedergewählten Präsidenten der Akademie der Künste in Berlin. Neben Plakaten und Photographien hat Klaus Staeck in seiner Edition viele hundert Postkarten mit eigenen Motiven, aber auch von u.a. Joseph Beuys und A.R. Penck verlegt. Unter dem Titel "... mit offenen Karten" zeigen wir eine umfangreiche Auswahl dieser editorischen Großtat, flankiert von mehreren Originalzeichnungen des ehemaligen Dresdners Penck für seine Postkartenserie.
Aber auch andere Künstler sind mit Originalen vertreten. So erhalten wir einen seltenen Einblick in den Enstehungsprozess künstlerischer Postkarten anhand originaler Vorlagen von so renommierten Künstlern wie: Horst Antes, Roland Beier, K.P. Brehmer, Rupprecht Geiger, Hans Haacke, Siegfried Kaden, Dick Higgins, Aloys Ohlmann, Wolfgang Petrovsky, Diter Rot, Jan-Frederic Schnyder, Ernesto Tatafiore, Stefan Wewerka
Bemerkenswert ist, dass in Zwickau nahezu alle genannten Künstler zum ersten mal zu sehen sind. Wir freuen uns, dass wir mit der Konzentration auf den Werkkomplex der Postkarten die künstlerische, politische und zugleich verlegerische Arbeit des Max-Pechstein-Ehrenpreis-Trägers von 2011 dokumentieren und präsentieren können, um damit die große Ausstellung in den Kunstsammlungen der Stadt Zwickau ein wenig zu erweitern. Das Vermittlungsprogramm zu unserer Ausstellung wird unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes. Über die geplanten Veranstaltungen informieren wir Sie natürlich rechtzeitig. Wir freuen uns nun zusammen mit Klaus Staeck, Sie zu unserer Matinée am 20. Mai um 11 Uhr begrüßen zu dürfen. Andreas Höll, Kunstredakteur beim MDR, wird einige Worte sprechen, das Robert Schumann Konservatorium unterstützt uns musikalisch. Nach unserer Eröffnung führt um 14 Uhr die Leiterin der Kunstsammlungen Dr. Petra Lewey im Rahmen des Internationalen Museumstages durch die Preisträgerausstellung der Stadt Zwickau.
2011
Zwickau Calling 01.01.2011
Kunst in Pflege
01.01.2011
Künstlerinnen und Künstler:
Kunst im Pflegezentrum – da denkt man an nette Landschaftsbilder und Sonnenblumen in Öl. Diese Erwartungshaltung erfüllt die Ausstellungskonzeption „Agentur für permanente Kunst im Alltag“ nicht. Stattdessen wurde das Wagnis eingegangen, sich auf die Situation der Bewohner einzulassen In diversen Ausstellungen mit dem Titel „Kunst in Pflege“ haben die beteiligten KünstlerInnen ihre Werke seit 2003 in Hamburger Pflegezentren präsentiert. Das Besondere: Die Künstler haben sich in zahlreichen Gesprächen mit den Bewohnern der Pflegezentren auseinander gesetzt, schließlich sogar Koch- und Backaktionen veranstaltet, bei denen spezielle Themen diskutiert worden sind. In Schloss Osterstein sind nun geballt die Werke zu sehen, die als Ergebnisse solcher Auseinandersetzungen während und zwischen den Ausstellungen entstanden sind. Dadurch wird die Entwicklung von ganzen Werk-Ketten, angefangen von Dialog-Angeboten über daraus resultierende Porträts von Bewohnern bis zu thematischen Arbeiten, nachvollziehbar. Zu sehen sind Glasobjekte, ein Lebensturm, Bilder mit dem Titel „Zeitlinien“, ein rosa umhäkelter Gehwagen mit dem Duft von Uralt Lavendel, sowie Arbeiten zu den Themen Haushaltsauflösung, Positive Aspekte des Alters, Senioren in der Comicwelt und vieles mehr.
Urban Stage 01.01.2011
2010
Leerstand 01.01.2010
2009
Stedefreund Berlin 01.01.2009
2008
Treffsicher 01.01.2008
Auf ein Wort 01.01.2008
2007
Brühlette Royale
01.01.2007
Künstlerinnen und Künstler:
Zwickau ist eine Stadt jenseits der sächsischen Metropolen, die exemplarisch für die Problemzone ostdeutscher Randlagen steht0. Schrumpfung, Abwanderung, Arbeitslosigkeit und Kreisreform heißen die Symptome. Doch anstelle einmal mehr das Stereotyp vom Jammertal zu strapazieren, stellt das Projekt "Brühlette Royale" die Frage nach einer durchaus legitimen Identifikation mit dem Leben in der Peripherie. In erfrischender Weise zeigen künstlerische Eingriffe, wie kreatives Selbstbewusstsein entsteht. Eine Phalanx aus international agierenden GegenwartskünstlerInnen entdeckt und markiert nachhaltige positive Impulse – in Zusammenarbeit mit örtlichen Initiativen. "Brühlette Royale" operiert an multiplen Schauplätzen im Stadtraum und in den Kunstsammlungen der Stadt. Als Maskottchen fungiert dabei der lokale Fastfood-Happen "Brühlette", im Ausstellungstitel humorvoll veredelt.
2006
Zwischenraum 01.01.2006
2005
Zwickauer Kunstpreis 01.01.2005
Mund + Art 01.01.2005
2004
Spirits 01.01.2004
2003
Lametta 01.01.2003
be aware of your eyes 01.01.2003
2002
Nanagold & Pink Always Confuses Me 01.10.2002 - 15.12.2002
Köpfe 30.06.2002 - 01.09.2002
Absorb Lounge 30.06.2002 - 01.09.2002
2001
Wer hat Angst vor Roger Whittaker? 23.06.2001 - 24.06.2001
To do 04.06.2001 - 21.07.2001
2000
Rekonstruktion 02.09.2000 - 14.10.2000
Bildwechsel 02.09.2000 - 05.11.2000
Auge Hand | Eisdiele 26.05.2000 - 30.07.2000
1999
A little bit of ... 27.10.1999 - 09.11.1999
zauberhaft 29.09.1999 - 07.11.1999
Zufall und Inszenierung 24.06.1999 - 05.09.1999
1998
ZwischenFormen aktueller Kunst 30.10.1998 - 16.01.1999
Nach Rom
19.07.1998
- 02.10.1998
Künstlerinnen und Künstler:
- Boris Becker
- Rolf Bier
- Roland Boden
- Georg Dietzler
- Bernd Hahn
- Petra Kasten
- Karin Kneffel
- Camill Leberer
- Nanne Meyer
- Olaf Nicolai
- Andrea Ostermeyer